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Versorgungssicherheit bei Stromausfällen – VBH ist vorbereitet

Anlässlich des großflächigen Stromausfalls in Berlin informieren die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) zum Thema Versorgungssicherheit:

Energieversorgungsunternehmen gehören zur kritischen Infrastruktur und müssen auf außergewöhnliche Situationen, wie Naturgewalten, technische Störungen oder gezielte Attacken gegen die technischen Anlagen und Systeme vorbereitet sein. Der Gesetzgeber verpflichtet die Unternehmen hierfür wichtige Anlagenteile und Systeme in seinem Versorgungsgebiet so auszulegen, dass ein Ausfall einzelner Anlagenteile verkraftet werden muss. Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda erfüllen diese Anforderungen im Versorgungsgebiet. Für großflächige Havarien und Stromausfälle gibt es klare Notfallpläne mit Meldeketten und besonders wichtige zu versorgende Einrichtungen.

Doppelte Absicherung wichtiger Anlagen

Alle wesentlichen technischen Anlagen der VBH sind so ausgelegt, dass einfache lokale Störungsfälle im eigenen Netz gut beherrschbar sind. Das bedeutet, die wichtigsten technischen Komponenten sind doppelt abgesichert, sodass selbst bei einem Defekt die Versorgung zeitnah wiederhergestellt werden kann. Bei einem großflächigen überregionalen Stromausfall stehen mobile Notstromaggregate und stationäre Netzersatzanlagen zur Absicherung eines Notbetriebs bereit. VBH sichert damit für die Versorgung mit Trinkwasser, Fernwärme und Gas sowie der Abwasserentsorgung im Stadtgebiet bis an die Keller der Wohnhäuser ab. Eine vollständige Stromversorgung im Stadtgebiet lässt sich nicht gewährleisten.

In einem solchen Krisenfall koordinieren die Stadt Hoyerswerda mit einem Krisenstab, der Feuerwehr, Polizei, dem Landkreis, Hilfsorganisationen und VBH das weitere Vorgehen. Zusätzliche Unterstützung erhält VBH von vertraglich gebunden Rahmenvertragsfirmen aus dem Tiefbau, Anlagen- und Rohleitungsbau von Materiallagern aus der Region. Über Kooperationsvereinbarungen ist die Bereitstellung weiterer technischer und personeller Ressourcen mit den Stadtwerken in Weißwasser und Spremberg sowie weiteren starken Energieversorgern im mitteldeutschen Raum gesichert.

Grundsätzlich ist die Stromversorgung in Hoyerswerda sehr zuverlässig. Die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung liegt bei nur 1,43 Minuten je Anschlussnehmer und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund 12 Minuten. Das Netz der VBH umfasst rund 560 Kilometer erdverlegte Mittel- und Niederspannungsleitungen. Lediglich knapp drei Prozent sind Freileitungen.

Tipps für die private Vorsorge bei Stromausfällen

Da sich ein großflächiger längerer Ausfall wie in Berlin nie vollständig ausschließen lässt, ist eine eigenverantwortliche Vorsorge aller mehr denn je gefragt. Die Stadt Hoyerswerda informiert, dass Broschüren zur Katastrophenvorsorge sowie Stadtpläne im Alten und im Neuen Rathaus ausliegen. Ebenso hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) Informationen zur „Vorsorge und Handeln bei Stromausfall“ auf seiner Internetseite zusammengefasst: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Stromausfall/stromausfall_node.html.

Foto: Jan Schulze, Prokurist und Technischer Leiter der VBH, Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer SWH und VBH, Benny Bastisch, Fachbereichsleiter Feuerwehr sowie Mirko Pink, Bürgermeister der Stadt Hoyerswerda (v.l.n.r.) informierten in einem gemeinsamen Pressetermin zur Versorgungssicherheit (Foto: Janett Schneider).