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Positives Jahresergebnis 2025 für Stadtwerke Hoyerswerda und zukunftssichernde Vertragsabschlüsse

Der SWH-Konzern schließt das Geschäftsjahr 2025 trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen mit einem Ergebnis in Höhe von rund einer Million Euro ab. Das Jahr war geprägt von den Auswirkungen des Strukturwandels, der Energie- und Wärmewende sowie der strategischen Neuausrichtung der Unternehmensgruppe.

Der Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda, Torsten Ruban-Zeh, zieht eine positive Bilanz für den Stadtkonzern: “Unsere Stadtwerke haben in 2025 mit ihren Produkten und Dienstleitungen einen sehr großen und wichtigen Beitrag für die Erfüllung der Versorgungsaufgaben rund um die Daseinsvorsorge und darüber hinaus erbracht. Die Stadtwerke-Gruppe war auch 2025 die tragende Säule im städtischen Wirtschaftskreislauf. Mit den Erträgen aus der Trinkwasser-, Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung sowie der Abwasserentsorgung werden der ÖPNV, die Lausitzhalle, die Breitbandversorgung und das Lausitzbad als unerlässliche Standortfaktoren quer finanziert. Ganz ohne städtischen Zuschuss. Ein erfolgreiches Beispiel, das zeigt, wie wichtig es ist, den steuerlichen Querverbund in Deutschland auch künftig zu erhalten.”

Einen wesentlichen Beitrag zum positiven Jahresergebnis leisteten die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) gemeinsam mit ihren beiden einhundertprozentigen Tochtergesellschaften Lausitzwerk und Koark mit einem Gewinn von 5,9 Millionen Euro. Das Lausitzbad Hoyerswerda konnte in 2025 nach erfolgreicher Erweiterung wiedereröffnet werden und den Zuschussbedarf deutlich auf rund 650 000 Euro senken. Auch die weiteren Unternehmen der Stadtwerke haben mit der Einhaltung ihrer geplanten Zuschüsse aus dem Stadtkonzern zur wirtschaftlichen Stabilität der Unternehmensgruppe beigetragen.

Wichtige Investitionsprojekte des Stadtkonzerns

“Im Jahr 2025 wurden insgesamt 19,6 Millionen Euro durch den Stadtkonzern investiert. Wichtigste Projekte waren die Erweiterung des Lausitzbades mit 6 Millionen Euro. Die VBH hat über 12 Millio-nen Euro in die Umsetzung der Energie- und Wärmewende sowie in Maßnahmen für den Trinkwasserverbund Lausitz investiert. Damit hat die VBH das durchschnittliche Investitionsvolumen der letzten Jahre mehr als verdoppelt. Ein Teil der geplanten Investitionen wurde aufgrund des notwendigen Planungstopps für die Sanierung der Lausitzhalle und durch Verzögerungen bei Baugenehmigungen und Förderzusagen auf 2026 verschoben”, erläutert Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Stadtwerke Hoyerswerda (SWH), bei der Jahresbilanzpressekonferenz.  In der Folge ergaben sich Einsparungen bei den Abschreibungen sowie im Zinsaufwand mit einem positiven Ergebnisbeitrag.

“Auch im Jahr 2026 bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Energie- und Wärmewende, sinkende Verbrauchszahlen bei Industrie und Privatverbrauchern kombiniert mit einem volatilen Beschaffungsmarkt aufgrund geopolitischer Spannungen und komplexe Gesetzgebungsrahmen erfordern flexible Lösungen. Hinzu kommt der für 2038 geplante Kohleausstieg. In Hoyerswerda ist dieser mit den auslaufenden Fernwärmelieferverträgen bereits in 2028 Realität. 

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen sind in einem Zeitfenster von zwei, drei Jahren langfristige, zukunftsfähige Investitionen immer wiederkehrend auf den Prüfstand zu stellen und nachzujustieren.  Hier geht Qualität vor Schnelligkeit, um für die nächsten 10 bis 20 Jahre stabil zu versorgen und nachhaltig wirtschaftlich zu agieren”, betont Wolf-Thomas Hendrich.

Zur Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wurde ein konzernweites Effizienzprogramm SWH 2030+ aufgelegt. Ziel ist es, die Einnahmeseite durch neue und erweiterte Geschäftsfelder zu stärken sowie zugleich Kostenstrukturen zu straffen und Prozesse nachhaltig zu verschlanken.

Neuvergabe von Konzessionen bedeuten Planungs- und Finanzierungssicherheit

Ein bedeutender Schritt für die Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sind die Neuvergabe der Trink- und Abwasserkonzession sowie des Fernwärmegestattungsvertrages durch die Stadt Hoyerswerda an die VBH. Mit der Unterzeichnung der Verträge am 25. Juni 2026 haben die VBH bis Ende 2046 und die neu firmierten Stadtwerke ein wichtiges wirtschaftliches Fundament für die kommenden Aufgaben erhalten. Das sichert für die nächsten zwanzig Jahre Planungs- und Finanzierungssicherheit für Investitionen und das Dienstleistungsportfolio der Stadtwerkegruppe zum Vorteil der Kunden und Partner in Hoyerswerda und der Region. Zudem werden die regionale Wertschöpfung, das soziale Engagement und zukunftsfähige Arbeitsplätze des Konzerns langfristig gesichert.

Foto: Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer SWH/VBH, und Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh unterzeichneten im Rahmen der Jahrespressekonferenz und im Beisein der Prokuristen von SWH und VBH den Konzessionsvertrag für Trink- und Abwasser sowie den Gestattungsvertrag für Fernwärme.

Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer SWH/VBH, und Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh unterzeichneten im Rahmen der Jahrespressekonferenz wichtige Konzessionsverträge.